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Geschrieben von Rechtsanwalt am 02.02.12 in: Raub
Strafrecht / Raub / bewaffneter Raubüberfall / Geldtransporter
Es klingt wie ein US-Kinofilm. In der Stadt Neuss haben am vergangenen Wochenende mehrere Räuber einen Geldtransporter überfallen mit mehreren hunderttausend Euro an Beute. Die vier Täter gingen dabei exakt nach einem Plan vor und hielten neben dem Geldtransporterwagen, als dieser die Geldpakete aus einem Großmarkt gerade einpackte. Offenbar kannten die Täter die Route und den Ablauf.
Mit einem Maschinengewehr und einer Panzerfaust bewaffnet, zwangen die maskierten Räuber den Fahrer, die Türen des Fahrzeugs zu öffnen. Schnell entnahmen sie das Geld und fuhren mit einem Fluchtwagen davon, den sie später selbst in Brand setzten, um so mögliche Indizien zu vernichten. Der silberne Mercedes war wenige Tage zuvor offenbar in Bochum gestohlen worden.
Nach Angaben der Polizei trennten sich die vier Täter sodann in mehrere Richtungen. Die Fahndung der Polizei mit Hubschrauber war bislang erfolglos.
( Quelle: Welt, 29.01.2012 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 18.01.12 in: Erpressung
Jugendstrafe / Überfall / Pfefferspray / Messer / Rollstuhl / räuberische Erpressung / schwere Raub / gefährliche Körperverletzung / Festnahme
Das Landgericht Mannheim hat einen jungen Mann zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt, wobei allerdings eine frühere Strafe einbezogen wurde.
Nach den Feststellungen des Gerichts hatte der Angeklagte im Mai 2010 zusammen mit vier Anderen ein junges Paar in deren Wohnung überfallen und ausgeraubt. Dabei seien sie brutal vorgegangen und setzten sowohl Pfefferspray als auch ein Messer ein. Außerdem zerrten die Männer die junge Frau aus ihrem Rollstuhl.
Das junge Paar wollte aus Angst vor den Tätern zunächst keine Anzeige erstatten. Erst in diesem Jahr konnte die Polizei die Ermittlungen aufnehmen.
Das Landgericht hat den Angeklagten nun wegen räuberischer Erpressung, schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
Einer der Mittäter konnte vor kurzem ebenfalls festgenommen werden. Die beiden anderen Täter sind der Polizei noch unbekannt.
( Quelle: Bürstädter Zeitung online vom 30.12.2011 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 11.01.12 in: Erpressung
Bank / Überfall / Waffe / Flucht / Festnahme / Untersuchungshaft / schwere räuberische Erpressung / Freiheitsstrafe
Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Anklage gegen einen 50-Jährigen erhoben. Laut Anklage habe der Mann Ende August diesen Jahres eine Bank überfallen und dabei rund 18.000 Euro erbeutet. Bei der Tat bedrohte er eine Angestellte mit einer Waffe.
Die Beute steckte der Mann laut Staatsanwaltschaft in seine schwarze Handtasche und flüchtete.
Die Polizei fand zunächst nur die Kleidung und die Waffe im Gebüsch. Erst zweieinhalb Wochen nach der Tat konnte der Mann in Ulm festgenommen werden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Er gestand die Tat. Nun muss das Landgericht über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden. Bei einer Verurteilung wegen schwerer räuberischer Erpressung droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren.
( Quelle: Nordwest-Zeitung online vom 23.12.2011 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 14.12.11 in: Raub
Vor dem Amtsgericht Düsseldorf muss sich ein 26-jähriger Mann wegen Raubes verantworten. Laut Anklage hat der junge Mann die Rentnerin in dem Treppenhaus ihres Mehrfamilienhauses überfallen. Dabei habe er die 86-Jährige an den Schulter gepackt und die Treppen hinuntergestoßen. Dort sei sie verletzt liegen geblieben, sodass der Angeklagte ihr leicht das Bargeld habe abnehmen können. Dann sei er mit den 70 Euro Beute geflohen und habe die Rentnerin im Treppenhaus zurück gelassen.
Dies entsprach laut Staatsanwaltschaft auch dem Plan des Angeklagten. Schließt sich das Gericht der Anklage wegen Raubes an, so droht dem Mann gemäß § 249 I StGB eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.
( Quelle: RP online vom 05.12.2011 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 12.12.11 in: Brandstiftungsdelikte
Jugendstrafe / Pistole / Raub / Bargeld / Flucht / Krankenhaus / Brand / Drogen / Untersuchungshaft /
Das Amtsgericht Menden hat einen mittlerweile 21-jährigen zu einer Jugendstrafe verurteilt.
Das Gericht hat festgestellt, dass der Mann zusammen mit einem Mittäter im Dezember 2010 einen wehrlosen Mann in seiner Wohnung überfallen hat. Die beiden Täter bedrohten das Opfer mit einer Pistole und raubten ihm zunächst den Computer sowie Bargeld in Höhe von 60 Euro.
Als die Täter aus der Wohnung geflüchtet waren, ging das Opfer ins Krankenhaus, um die Verletzungen behandeln zu lassen. In der Zeit drangen die beiden Männer erneut in seine Wohnung ein und setzten diese in Brand. Dabei nahmen die erneut Bargeld in Höhe von 200 Euro mit.
Wie der 21-Jährige aussagte, kauften sie sich von der Beute Drogen. Außerdem sagte er aus, dass es einen dritten Täter gab, welcher die Tat plante und den beiden einen Wohnungsschlüssel besorgte.
Vor Gericht musste sich allerdings nur der 21-jährige verantworten, da der Mittäter untergetaucht ist und das erste Mal von einem dritten Täter die Rede war. Dieser sitzt allerdings seit fünf Monaten in Untersuchungshaft.
Das Gericht verurteilte den jungen Angeklagten zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Immerhin: Der Mann will in Haft seinen Hauptschulabschluss nachholen.
( Quelle: Der Westen online vom 29.11.2011 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 03.12.11 in: Haftrecht & U-Haft
schwerer Raub / Körperverletzung / Freiheitsstrafe / Überfall / Sturmmasken / Tresor / Untersuchungshaft / Geständnis / Vorstrafe / Bewährungsstrafe
Das Würzburger Landgericht hat einen 35-jährigen wegen schweren Raubes und Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Nach den Feststellungen des Gerichts hat der Mann mit einem bisher unbekannten Mittäter im Jahr 2010 einen Rentnerin in ihrem Haus überfallen.
Die beiden Männer trugen Sturmmasken. Dabei haben sie ihr Opfer gefesselt und geschlagen. Aus Todesangst verriet die Rentnerin das Versteck des Tresor-Schlüssels und die Männer konnten ihr Schmuck im Wert von 45.000 Euro stehlen.
Der Mann soll die Informationen über die wertvollen Schmuck im Haus der Dame über einen Händler bekommen haben, der der Frau zuvor etwas Schmuck abgekauft habe.
Der Angeklagte saß bereits seit April in Untersuchungshaft. Er legte bereits am ersten Verhandlungstag ein Geständnis ab. Dies wurde stark strafmildernd berücksichtigt, da das Gericht keine eindeutigen Beweise für die Tat hatte.
Die Staatsanwaltschaft forderte einen Freiheitsstrafe von fünf Jahren, den schloss sich das Gericht an. Der mehrfach einschlägig vorbestrafte Mann wurde bisher immer zu Bewährungsstrafen verurteilt.
( Quelle: Main Post online vom 17.11.2011 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 23.11.11 in: Brandstiftungsdelikte
Raub / Einbruch / Angriff / Jugendstrafe / Brandstiftung / Erpressung / Diebstahl / Körperverletzung
Wegen eines Raubüberfalls auf eine Pizzeria musste sich ein 19-jähriger vor dem Amtsgericht Kerpen (NRW) verantworten. Ihm wurde vorgeworfen zusammen mit einem Komplizen in eine Pizzeria eingedrungen zu sein und den Betreiber sowie eine Angestellte mit einer Gaspistole und einem Messer bedroht zu haben. Den Plan hatten die beiden jungen Männer zuvor geschmiedet, wobei sie den Eigentümer ursprünglich nach Verlassen der Pizzeria überfallen wollten. Sie erbeuteten 2350 Euro.
Neben der Tat wurden dem Angeklagten noch weitere Delikte zur Last gelegt: insbesondere zwei versuchte Wohnungseinbrüche, ein Einbruch in eine Turnhalle und ein Angriff auf einen Busfahrer.
Das Amtsgericht verurteile den jungen Mann wegen der Taten zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Der Angeklagte hat keinen Schulabschluss und keine Ausbildung.
Eventuelle wird sich die Jugendstrafe noch erhöhen, da ein Prozess wegen eines Überfalls auf ein Hotel noch aussteht.
Bereits 2007 wurde der damals Jugendliche wegen Brandstiftung, Erpressung, Diebstahls und Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt.
( Quelle: Kölnische Rundschau online vom 11.11.2011 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 08.10.11 in: Körperverletzung
Gefährliche Körperverletzung / erpresserischer Menschenraub / schwerer Raub
Vor dem Landgericht Frankfurt Oder müssen sich zwei junge Männer wegen des Vorwurfs der gefährliche Körperverletzung, des erpresserischen Menschenraubs und des schwerer Raubs verantworten. Laut Anklage sollen sie einen mittlerweile 45-jährigen Obdachlosen schwer misshandelt haben. Dabei sollen die das Opfer lebensgefährlich verletzt haben.
Die Tat habe sich im Obdachlosenheim abgespielt, wo sowohl das Opfer als auch einer der Angeklagten ein Zimmer hatten. Ziel der Männer soll es gewesen, von dem Opfer Geld zu bekommen. Als ihnen der Mann 15 Euro gab, reichte dies aber nicht und die Angeklagten quälten den Mann, um Wertgegenstände von ihm zu erlangen. Dabei sollen die Angeklagten sich aufgrund ihres Alkoholpegels im Zustand verminderter Schuldfähigkeit befunden haben.
Das Opfer erlitt schwere Stichverletzungen und einen Schädelbasisbruch. Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten Haftstrafen.
( Quelle: Welt online vom 30.09.2011 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 23.09.11 in: Raub
Revision / Strafrecht / Raub / Freispruch / Freiheitsstrafe / Beweisaufnahme
Das Bielefelder Landgericht hatte im letzten Jahr einen Geldtransportfahrer von dem Vorwurf freigesprochen, an einem Überfall auf eine Sparkasse beteiligt gewesen zu sein.
Laut Anklage hatte hatte er den Räubern erst ermöglicht, in den Tresorraum der Sparkasse zu gelangen, da er als Geldtransportfahrer die Tür öffnen konnte. Doch für eine Verurteilung reichten die Beweise nicht aus. Aber schon damals war erkennbar, dass das Gericht an der Unschuld des Angeklagten zweifelte. Die Staatsanwaltschaft sah das anders und hatte eine langjährige Freiheitsstrafe gefordert. Daher legte sie Revision gegen den Freispruch ein.
Der BGH hat dieses Urteil aufgehoben und es an eine andere Kammer des Landgerichts zurückverwiesen. Das Landgericht habe keine ausreichende Beweisaufnahme durchgeführt. Der 30-jährige muss jetzt mit einer Verurteilung rechnen.
( Quelle: Dewezet online vom 13.09.2011 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 11.09.11 in: Erpressung
Raub / Erpressung / Strafverteidiger / Freiheitsstrafe / Schutzgeld
Vor dem Amtsgericht Potsdam musste sich ein Mitglied der Hells Angels wegen des Vorwurfs des Raubes und der räuberischen Erpressung verantworten. Laut Anklage soll der junge Mann zusammen mit einem Komplizen in die Wohnung des Opfers eingedrungen sein. Dabei hatten die Männer 400 Euro Bargeld und ein Handy verlangt, anderenfalls würden sie ihn verletzen.
Der Strafverteidiger plädierte aus Mangel an Beweisen auf einen Freispruch.
Das Gericht schloss sich allerdings in großen Teilen der Anklage an, sodass der Mann zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt wurde.
Im Prozess gab es spezielle Sicherheitsvorkehrungen. Nicht nur der Gerichtssaal, sondern das gesamte Potsdamer Justizzentrum durfte nicht in „Rockerkutten“ betreten werden. Aus anderen Prozessen gegen Hells Angels Mitglieder war bekannt, dass regelmäßig viele Zuschauer in entsprechender Kleidung kamen.
Der 24-jährige Mann wurde bereits im letzten Jahr vor dem Landgericht Potsdam zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Damals soll er Schutzgeld erpresst haben. Beide Urteile sind noch nichts rechtskräftig.
( Quelle: Welt online, 31.08.2011 )
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Über den Autor Autor des Blogs ist Rechtsanwalt Dr. Böttner, Fachanwalt für Strafrecht und Strafverteidiger aus Hamburg.

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