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Geschrieben von Rechtsanwalt am 18.02.12 in: Jugendstrafrecht
Die Staatsanwaltschaft Potsdam wirft zwei 16-jährigen Schülern vor, sich der gemeinschaftlich begangene Nötigung verbunden mit gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht zu haben. Die zwei Schüler müssen sich vor dem Amtsgericht Potsdam nach dem Jugenstrafrecht verantworten.
Laut Anklage sind die beiden Angeklagten nachts in das Zimmer der mutmaßlichen Opfer eingedrungen und haben sich dort an den zwei anderen Schülern im Alter von 13 und 14 Jahren vergangen. Die Tat sei allerdings nicht sexuell motiviert gewesen.
Die mutmaßlichen Täter wie auch die mutmaßlichen Opfer sind Schüler eines Sport-Internats. Mittlerweile nehmen die Angeklagten wieder am Unterricht teil, müssen allerdings ein Anti-Gewalt-Training absolvieren.
( Quelle: Berliner Morgenpost online vom 08.02.2012 )
Nötigung / gefährliche Körperverletzung / Unterricht / Anti-Gewalt-Training

Geschrieben von Rechtsanwalt am 13.02.12 in: Erpressung
schwere räuberische Erpressung / gefährliche Körperverletzung / Betreuung / Beute / Vorstrafen
Vor dem Landgericht Konstanz müssen sich drei Männer und eine Frau im Alter von 27 bis 46 Jahren wegen schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung verantworten.
Laut Anklage haben die Angeschuldigten in mehreren Fällen von einem unter Betreuung stehenden Bekannten – teils alleine, teils gemeinsam – Geld erpresst. Die Beute betrug jeweils zwischen 50 und 250 Euro. Außerdem sind alle Angeschuldigten einschlägig vorbestraft.
Die Männer und Frauen sollen in einigen Fällen Gewalt angewendet haben und das mutmaßliche Opfer mit Faustschlägen, einer Bratpfanne, einem Schlagstock und einer Rasierklinge verletzt haben. Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeschuldigten Freiheitsstrafen.
( Quelle: Südkurier online vom 04.02.2012 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 03.02.12 in: Körperverletzung
Strafrecht / fahrlässige Körperverletzung / Kampfhund
Für viele gelten die im Volksmund als „Kampfhund“ bezeichneten Tiere längst verboten. In einigen Bundesländern unterfallen solche speziellen Verordnungen für Hundehalter.
In einer Wohnung in Madgeburg ist es jetzt zu einem schrecklichen Unglücksfall gekommen. So soll eine Kampfhund-Mischung aus bislang unerklärlichen Gründen den fünfjährigen Sohn der Gastgeberin plötzlich angegriffen haben, als sich dieser von einem Sessel erhob. Der Hund lag neben dem Sitz, sprang auf das Kind zu und biss es mehrmals im Gesicht. Der Junge wurde dadurch schwer verletzt und kam ins Krankenhaus.
Die Halterin des Hundes ist eine Freundin der Mutter, die zusammen mit ihrem Freund in der Wohnung zu Besuch war. Der Kampfhundmischling kam ins Tierheim.
Gegen den Hundehalter wird jetzt wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.
( Quelle: n-tv, 29.01.2012 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 01.02.12 in: Körperverletzung
Strafrecht / gefährliche Körperverletzung / Adrian Sutil / Glas
In dem Prozess gegen den ehemaligen Formel-1 Fahrer Adrian Sutil wurde am vergangenen Dienstag am Amtsgericht München ein Urteil gesprochen. Der wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagte29-jährige Rennfahrer aus Starnberg ist zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Zudem wurde eine Geldstrafe von 200.000 Euro verhängt. Die Staatsanwaltschaft hatte ein noch höheres Strafmaß gefordert und verwies auf die Vorbildfunktion der Profisportler.
Adrian Sutil hatte in einer Diskothek am Rande des Grand Prix von China am 17. April 2011 den Geschäftsmann Eric Lux nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Glas am Hals verletzt. Hierfür hatte er sich bereits im Prozess bei dem Opfer entschuldigt und erklärt, dass es ihm Leid tue und in dem Moment nicht bedacht hätte, ein Glas in der Hand zu haben.
Adrian Sutil fuhr in den Jahren 2008 bis 2011 für das Team Force India und wurde anschließend entlassen und hat derzeit kein Cockpit in der Formel 1. Möglicherweise wird auch der Automobil-Weltverband Sanktionen gegen ihn einleiten.
( Quelle: SPON, 31.01.2012 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 28.01.12 in: Körperverletzung
Schuss / Schreckschussrevolver / Polizei / Waffe / Hauptbelastungszeugen / Gutachten / Schuldfähigkeit / Freispruch
Laut Anklage soll ein 55-jährigen Mann nach einem Streit in einer Kneipe in Fulda 2009 Schüsse mit einem Schreckschussrevolver abgegeben haben. Dabei wurde das mutmaßliche Opfer am Kopf verletzt. Die Polizei fand die Waffe später in der Wohnung des Angeklagten.
Bereits vor rund einem Jahr kam es vor dem Amtsgericht Fulda zum Prozess. Allerdings waren damals die beiden Hauptbelastungszeugen nicht anwesend. Außerdem sollten Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten erstellt werden. Das Ergebnis der Untersuchungen: Der Angeklagte ist nicht schuldfähig.
Daher sprach das Amtsgericht den Mann jetzt frei. Zudem sagte der Angeklagte aus, dass er mittlerweile keinen Kontakt mehr zu Waffen habe.
( Quelle: Fuldaer Zeitung online vom 04.01.2012 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 22.01.12 in: Körperverletzung
Prostituierte / sexuelle Nötigung / Zuhälterei / Körperverletzung / Menschenhandel / Untersuchungshaft / Steuerhinterziehung / Freiheitsstrafe
Die Staatsanwaltschaft Köln wirft einen Medizinstudenten vor, Prostituierte ausgebeutet, geschlagen und vergewaltigt zu haben. Laut Anklage hat er sich damit der sexuellen Nötigung, der Zuhälterei, der Körperverletzung, des Menschenhandels, der Freiheitsberaubung sowie weitere Delikte strafbar gemacht.
Der Angeklagte wurde im April letzten Jahres festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Zudem habe der Mann dadurch laut Anklage viel Geld verdient und rund 220.000 Euro an Steuern hinterzogen. Aus diesem Grund stellte die Strafverteidigung des Mannes vor der allgemeinen Strafkammer den Antrag, das Verfahren an eine Wirtschaftskammer zu verweisen und hatte damit Erfolg.
Dem Angeklagten droht eine langjährige Freiheitsstrafe.
( Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger online vom 09.01.2012 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 20.01.12 in: Körperverletzung
Anklage / Polizist / lebensgefährlich verletzt / Flucht / Straßensperre / versuchter Mord / lebenslange Freiheitsstrafe
Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Anklage gegen einen 24-jährigen Mann erhoben.
Ihm wird vorgeworfen im September 2011 einen Polizisten lebensgefährlich verletzt und seinen Tod billigend in Kauf genommen zu haben. Dabei soll er wegen einer anderen Tat auf der Flucht gewesen sein. Das Opfer und ein Kollege bauten eine Straßensperre auf. Als der Angeklagte versuchte, die Straßensperre zu umfahren, erwischte er den Polizeibeamten.
Wird der junge Mann – wie die Staatsanwaltschaft fordert – wegen versuchten Mordes verurteilt, so droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Landgericht muss nun zunächst über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.
( Quelle: Freie Presse online vom 09.01.2012 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 18.01.12 in: Erpressung
Jugendstrafe / Überfall / Pfefferspray / Messer / Rollstuhl / räuberische Erpressung / schwere Raub / gefährliche Körperverletzung / Festnahme
Das Landgericht Mannheim hat einen jungen Mann zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt, wobei allerdings eine frühere Strafe einbezogen wurde.
Nach den Feststellungen des Gerichts hatte der Angeklagte im Mai 2010 zusammen mit vier Anderen ein junges Paar in deren Wohnung überfallen und ausgeraubt. Dabei seien sie brutal vorgegangen und setzten sowohl Pfefferspray als auch ein Messer ein. Außerdem zerrten die Männer die junge Frau aus ihrem Rollstuhl.
Das junge Paar wollte aus Angst vor den Tätern zunächst keine Anzeige erstatten. Erst in diesem Jahr konnte die Polizei die Ermittlungen aufnehmen.
Das Landgericht hat den Angeklagten nun wegen räuberischer Erpressung, schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
Einer der Mittäter konnte vor kurzem ebenfalls festgenommen werden. Die beiden anderen Täter sind der Polizei noch unbekannt.
( Quelle: Bürstädter Zeitung online vom 30.12.2011 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 16.01.12 in: Körperverletzung
Körperverletzung / Auflage / Schmerzensgeld / Kieferbruch / Geständnis / Blutalkoholkonzentration / Vorstrafe / Geldstrafe / Nebenklage / Strafverteidiger
Das Amtsgericht Offenburg (Baden-Württemberg) hat einen 20-Jährigen wegen Körperverletzung verwarnt und zu einer Zahlungsauflage von insgesamt 800 Euro verurteilt. Zusätzlich zahlt er 3000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer, womit er sich einverstanden zeigte.
Nach den Feststellungen des Gerichts hatte der Angeklagte im September letzten Jahres einen 30-jährigen Passanten ins Gesicht geschlagen. Das Opfer habe dabei einen dreifachen Kieferbruch erlitten. Ungefähr drei Monate konnte der Mann nur flüssige Nahrung zu sich nehmen.
Im Prozess gestand der junge Mann die Tat und sagte aus, dass er vor der Tat viel Alkohol getrunken hatte. Nach der Tat wurde eine Blutalkoholkonzentration von 1,5 Promille festgestellt. Der Angeklagte war noch nicht vorbestraft.
Die Staatsanwaltschaft forderte eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 25 Euro nach allgemeinem Strafrecht. Dem schloss sich die Nebenklagevertreterin an.
Der Strafverteidiger forderte eine Verurteilung nach Jugendstrafrecht. Dem schloss sich das Gericht an und wendete daher das Jugendgerichtsgesetz (JGG) an. Offensichtlich sah das Gericht dabei Erziehungsmaßregeln als nicht ausreichend an und ahndete die Tat mit sogenannten Zuchtmitteln gemäß §§ 13 ff. JGG.
( Quelle: Badische Zeitung online vom 02.01.2012 )

Geschrieben von Rechtsanwalt am 15.01.12 in: Haftrecht & U-Haft
versuchter Mord / gefährliche Körperverletzung / Streit / Schuss / Festnahme / Haftbefehl / Untersuchungshaft / Rache / Eröffnung des Verfahrens / lebenslange Freiheitsstrafe
Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat Anklage gegen zwei Männer im Alter von 30 und 39 Jahren wegen versuchtem Mordes und gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen erhoben.
Laut Anklage hatten einer der Angeschuldigten Anfang Oktober 2011 einen Streit mit zwei Männern. Am 05. Oktober schossen die beiden Angeschuldigten dann laut Staatsanwaltschaft auf die beiden Männer und verletzten sie schwer. Trotz ihrer Flucht, konnte die Polizei sie noch am selben Abend festnehmen und bereits einen Tag später erließ das Amtsgericht Haftbefehl gegen die beiden. Seitdem sitzen die Angeschuldigten in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden mutmaßlichen Opfer aus Rache für die Auseinandersetzung sterben sollten.
Das Landgericht Lüneburg hat nun über die Eröffnung der Hauptverfahrens zu entscheiden. Im Falle einer Verurteilung droht den Männern eine lebenslange Freiheitsstrafe.
( Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 04.01.2012 )
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Über den Autor Autor des Blogs ist Rechtsanwalt Dr. Böttner, Fachanwalt für Strafrecht und Strafverteidiger aus Hamburg.

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